Landschaftsfotos mit Panning

Eine willkommene Abwechslung sowie einen kreativen Ausgleich zur Businessfotografie und Peoplefotografie finde ich regelmässig in der Natur. Obwohl ich mit Schwerpunkt kein Naturfotograf bin, bieten sich hier immer interessante Motive und Möglichkeiten zur kreativen Entfaltung als Fotograf. Eine davon sind abstrakte Naturfotos mit der Panning-Technik. Wie das funktioniert und was die Erfolgsfaktoren sind erkläre ich im Folgenden.

(c) Stefan Schaal Businessfotograf, Modefotograf, Peoplefotograf

(c) Stefan Schaal

Um solche Fotografien zu erstellen, braucht man eine relativ lange Belichtungszeit, die man über das komplette Schliessen der Objektivblende und eine möglichst geringe ISO-Zahl erreicht. Idealerweise liegt die Verschlusszeit zwischen 1/20 und einer 1/4 sec. Falls die Blenden und ISO-Einstellungsmöglichkeiten nicht ausreichen, kann man auch einen zusätzlichen Grau- oder ND-Filter verwenden.

Stefan Schaal, Businessfotograf, Modefotograf, Peoplefotograf

(c) Stefan Schaal

Zur Erzielung des verwischten Effektes wird die Kamera während des Auslösens vertikal mit gleichbleibender Geschwindingkeit nach unten bewegt. Das erfordert zuerst eine gewisse Übung, gelingt aber schnell, wenn man das Gefühl für die richtige Bewegungsgeschwindigkeit je nach Verschlusszeit bekommen hat. Um gerade Linien zu erhalten starte ich die Kamerabewegung schon vor dem Auslösen. Der gleiche Effekt funktioniert natürlich auch mit horizontalen Kamerabewegungen, z.B. aus einem fahrenden Auto oder Zug. Auch durch Zoomen während der Auslösung kann ein ähnlicher, dann radialer Wischeffekt erzielt werden. Die gleiche Technik habe ich auch in einem vorherigen Blogeintrag verwendet.

Stefan Schaal, Businessfotograf, Modefotograf, Peoplefotograf

(c) Stefan Schaal

Um diese eindrucksvollen, verwaschenen Strukturen zu erhalten sollten bei der Aufnahmeplanung einige Punkte berücksichtig werden. Zum Einen das Motiv. Am besten eigenen sich vertikale Strukturen, wie z.B. Baumstämme, Äste, Stauden und Blüten. Dabei sollte auf hohe Kontraste und interessante Farbunterschiede zwischen Vorder- und Hintergrund geachtet werden (z.B. Birkenstämme vor dunklem Hintergrund, leuchtendes Laub oder vertrocknetes, gelbes Gras am Boden, helle Sonne im Vordergrund). Ferner sollte ein Teleobjektiv für die Aufnahme verwendet werden, um eine Verdichtung des Motives zu erzielen. Brennweiten zwischen 100 und 200 mm funktionieren dabei je nach Motiv am Besten. Ich fotografiere diese (wie alle anderen meine Fotos auch) immer im RAW-Format. In der Nachbearbeitung müssen ggf. die Schwärzen und der Kontrast noch etwas angepasst werden. Mehr ist nicht nötig. Ich hoffe die Tipps in diesem Tutorial waren hilfreich und freue mich über Feedback und Anmerkungen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: